Update aus Thailands suessestem, kleinen Computer-Coffee-Shop namens 'Mac Cafe'.
Hier gibt es ausschließlich Macs - aber wie viele! Kleine, grosse, alte, neue, schwarze, weisse... Rechts neben mir steht sogar der 'Macintosh Classic'. Der dürfte jetzt auch schon an die 26 Jährchen auf dem Buckel haben... Einen Megabyte als Arbeitsspeicher hatten die damals, könnte man sich das in der heutigen Welt überhaupt noch vorstellen?
Hier sitze ich jetzt jedenfalls und geniesse es mal wieder auf einer herrlich klackernden Tastatur zu schreiben. Das ist wirklich ein anderes Gefühl, findet ihr nicht auch? Es ist zwar super klasse, dass man inzwischen Blogposts auch vom Handy aus versenden kann, das Gefühl ist dennoch anders.
Hier kommt auf jeden Fall mal eine kleine Bilderflut auf euch zu. Die letzten Tage waren total schön, ich habe mich jetzt schon in Thailand verliebt! Gestern waren meine Zimmergenossin Ploi und ich auf Tempelbesichtigung. 3 Tempel (auf Thailändisch: 'Wat') in Chiang Mai haben wir geschafft! Sie waren alle komplett unterschiedlich - aber wunderschön.
Tempel sind für mich eine Quelle der Ruhe. Man geht in sich, blickt auf Vergangenes und schaut in eine mögliche Zukunft. Man lässt die Umgebung auf sich wirken, ohne viel über die Eindrücke, die auf einen zukommen, nachzudenken. Man nimmt es einfach auf.
Hier zieht man aus Respekt die Schuhe aus, tritt auf leisen Sohlen in das Innere des Tempels und geniesst das Bild, welches sich einem bietet.
Auch wenn man dieser Religion nicht angehört, dankt man, bevor man sich wieder aus dem Tempel verabschiedet. Dieses Ritual hat so eine Kraft in sich und strahlt so viel Energie und Ruhe aus, dass man das Gefühl hat, beschwingter und leichter aus dem Tempel aus zu treten, als man ihn betreten hat. Als wäre ein klein wenig Last von den Schultern genommen.
Nach dem ersten Tempel hatte Ploi noch eine wunderbare Idee. Sie wollte Leben retten. Also taten wir das!
Als erstes mussten wir dafür auf den Markt. In Chiang Mai gibt es unglaublich viele Märkte auf denen es von frischen Gemüse über Trockenfrüchte, Popcorn, einigen undefinierbaren, frittierten Sachen bis hin zu Blumen und ganzen gekochten Gerichten einfach alles gibt. Diese Märkte sind definitiv eine Empfehlung von mir, sollte jemand mal nach Chiang Mai reisen. Besonders Sonntags gibt es hier wohl eine tolle 'Walking-Street', wie die Märkte auch gerne genannt werden - ich werde berichten.
Zurück zu unserer Mission! Wir machten uns also auf den Weg zum nächsten Markt und kauften:
15 Fische! 🐟🐠🐡
Die Atmosphäre in diesem Teil des Markts war - um es nett auszudrücken - nichts für Vegetarier. Noch während wir die Fische kauften, mit der Absicht, diese wieder in ihre Freiheit zu entlassen und ihr auf dass sie hoffentlich noch einige Zeit am Leben blieben, nahm der Mann hinter den Kästen einen Fisch aus dem Wasser und schmiss ihn in einen silbernen Blecheimer. Wissend, was als nächstes passieren würde, aber nicht fähig weg zu schauen drosch der Mann nun mit einem Knüppel-aehnlichen Holz auf den Fisch in dem Eimer ein. Wider und wieder und wieder. Ich war so geschockt von dem Anblick und verstört von dem skurrilen des Moments - wir, die gerade Leben gerettet hatten und er, der eins beendete - dass meine Hände leicht zitterten, als ich die Tüte mit den Fischen entgegennahm.
Ich weiss - es ist sein Job. Ich weiss - es ist nun mal der Lauf der Dinge, des Lebens.
Dennoch glaube ich, dass die Wenigsten, die so etwas mit angesehen hätten, den Fisch guten Gewissens danach noch hätten verspeisen können.
15 Fische! 🐟🐠🐡
Die Atmosphäre in diesem Teil des Markts war - um es nett auszudrücken - nichts für Vegetarier. Noch während wir die Fische kauften, mit der Absicht, diese wieder in ihre Freiheit zu entlassen und ihr auf dass sie hoffentlich noch einige Zeit am Leben blieben, nahm der Mann hinter den Kästen einen Fisch aus dem Wasser und schmiss ihn in einen silbernen Blecheimer. Wissend, was als nächstes passieren würde, aber nicht fähig weg zu schauen drosch der Mann nun mit einem Knüppel-aehnlichen Holz auf den Fisch in dem Eimer ein. Wider und wieder und wieder. Ich war so geschockt von dem Anblick und verstört von dem skurrilen des Moments - wir, die gerade Leben gerettet hatten und er, der eins beendete - dass meine Hände leicht zitterten, als ich die Tüte mit den Fischen entgegennahm.
Ich weiss - es ist sein Job. Ich weiss - es ist nun mal der Lauf der Dinge, des Lebens.
Dennoch glaube ich, dass die Wenigsten, die so etwas mit angesehen hätten, den Fisch guten Gewissens danach noch hätten verspeisen können.
Wir zwei gingen danach jedenfalls zu unserem zweiten Tempelstopp, der Nahe an einem Fluss gelegen war. Hier hielten wir kurz inne denn Ploi wollte noch etwas in thailändisch sagen, was bei diesem Ritual Tradition hat, und dann liessen wir die Fische frei.
Das Gefühl war pures Glück - und ich übertreibe kein Stück. Wer es mir nicht glaubt, macht das auch! Ich verspreche es, es wird sich lohnen.
|
|
Der Tempel ist der älteste in Chiang Mai, ca 700 Jahre alt! |
Um den ältesten Tempel herum befinden sich viele andere, kleinere Tempel. Jeder mit seiner eigenen Buddha Statue drinnen |
Nach dem Tag haben wir uns erst mal ein richtiges Festmahl gegönnt: Alles mögliche auf der Speisekarte, was Ploi mir empfehlen konnte! verschiedene Suppen (die Namen der Speisen kann ich mir einfach nicht merken 🙈), gebratene Pilze in einer super leckeren Sosse, Ei und natürlich Reis. Als Nachtisch gab es frische Früchte - besser hätte der Tag nicht sein enden können. Mit gutem Essen, lustigen Gesprächen und den Kopf voller neuer Erfahrungen und Erinnerungen.
Heute hab ich mir eine ganz schöne Reise vorgenommen: Ich möchte rauf auf den Berg Doi Suthep, auf dem das Wahrzeichen Chiang Mai's, der Tempel Wat Phra That Doi Suthep, zu finden ist. Was ich hier gesehen habe und einige unvorhergesehene Wendungen findet ihr in meinem nächsten Post. Bis dahin, liebste Grüße und einen schönen Start ins Wochenende,
Jil 🌴💕
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen