Mittwoch, 29. März 2017

Diving Hosties

Ein kleiner Sprung in die nahe Vergangenheit: unsere gestrigen Tauch-Abenteuer! Wir vier - Oskar, zwei Mädels aus Hannover mit denen wir zusammen reisen: Lou und Karla und ich als Hostie (Freiwillige Arbeiter) auf einen Boot inmitten des Great Barrier Reefs. Eine der besten Entscheidungen, die wir auf unserer Australien Reise bisher getroffen haben! Aber erst mal von Anfang an:
Da wir alle Lust auf eine Bootsfahrt mit Schnorcheln oder Tauchen hatten und keine Scheu vor ein bisschen Arbeit besaßen, entschieden wir uns, mal bei einer der Schifffahrtgesellschaften vorbei zu schauen. Fragen kostet ja nichts. Dort angekommen wurden wir direkt freundlich von einem Düsseldorfer empfangen, der uns sofort ein paar Kontaktformulare und Infobroschüren in die Hand drückte und meinte, wir sollten uns das sorgfältig durchlesen und dann ausfüllen. Ein paar einführende Worte von der Verantwortlichen Dame und ein Team-Tshirt Kauf später gingen wir freudestrahlend aus der Türe. Dienstag ging es für uns auf Tour! Wir konnten es kaum fassen.

Dienstag morgen, 7:00 Uhr, Deap Sea Divers Den Headquarter, Cairns 
Es geht los. Unsere dunkelblauen Team-Tshirts übergestreift, die Haare im Zopf nach hintengekämmt und noch etwas verschlafen stehen wir vier vor den Vans und warten darauf, dass es losgeht. Die anderen Teammitglieder sind schon eifrig am organisieren, ein paar letzte Telefonate führen und wild durch den Raum rufen. Wie viele Kaffees die wohl schon hatten? 
Ein kleines Problem taucht auf. Eine Tour kann nicht stattfinden - die, auf der Lou und ich eigentlich geholfen hätten. Der Zyklon Debbie macht den Booten einen Strich durch die Rechnung, hinauszufahren wäre zu gefährlich. Lou und ich schauen uns an und denken beide das Gleiche.. Bitte, lass uns alle vier auf einem Boot mitfahren. Nachdem der Teamchef uns ein bisschen Angst machte, indem er sagte er könne keine vier auf einem Boot aufnehmen, geht es anscheinend pötzlich doch, denn wir werden in den Van mit den anderen gepackt und fahren los in Richtung Hafen. Glück gehabt! 
So richtig können wir's noch nicht fassen, erst als wir dann tatsächlich ablegen fällt uns ein kleiner Stein vom Herzen und wir können das Treiben auf dem Boot richtig genießen. 
Unsere Arbeit besteht darin, Salate vorzubereiten, das Buffet zu decken, Suppe und anderes Essen auszugeben, Spülmaschine aus und einzuräumen und immer schön zu schauen, dass das kalte Wasser und das Toilettenpapier aufgefüllt ist. Bevor das Boot ablegt und nachdem wir wieder angelegt haben putzen wir noch rundherum einmal alle Fenster und Tische sauber. Viel mehr gibt es für uns nicht zu machen! Wir packen an wo wir können und die Arbeit fühlt sich gar nicht als solche an - auch wegen der super Crew, die immer für ein kleines Pläuschen bereit ist und uns allerlei witzige Stories zu erzählen hat.
Am Ende dürfen wir sogar zwei ganze Male an verschiedenen Spots schnorcheln! Da, wo wir rausgelassen werden ist das Riff anfangs noch etwas verblasst, aber je weiter man umher schnorchelt, desto bunter werden die Korallen und desto exotischer werden die Fische.
So, jetzt genug geschrieben, hier kommen ein paar Bilder für euch ;)

 

  
 
  
 
     




Als wir am Abend zurück aufs Festland kommen, sind wir alle viel zu aufgekratzt, um direkt schlafen zu gehen. Also packen wir unsere Sachen und gehen ein letztes Mal an die Lagune von Cairns, direkt ans Meer. Als wir da so zusammen da sitzen und uns über das Erlebte unterhalten, wird uns allen irgendwie klar, wie schön wir es doch haben. Was für ein toller Tag mit tollen Menschen. Diese Tour hat definitiv Wiederholungsbedarf ;)

Liebste Grüße in die Heimat und um die Welt,
Jil <3

Donnerstag, 23. März 2017

Roadtrips alongside the Ocean

Das Fenster runter, den Kopf in den Wind gestreckt und die Briese im Haar... Den Blick auf das weite Meer gerichtet und die Musik im Hintergrund voll aufgedreht. Ein Gefühl von Freiheit überschwappt mich, als wir das erste Mal die unendlichen Weiten des Meeres vor uns haben, dunkelblau und ungezähmt. Von dem Aussichtspunkt hoch oben wirkt es, als wären die Wellen zum Greifen nahe, nur ein kleines bisschen den Hang runter und wir könnten in den schaumgekrönten Wogen schwimmen. Doch als wir genauer hinsehen, entdecken wir einen kleinen, sich durch das Wellengetümmel kämpfenden Punkt. Ein Surfer, inmitten der Wellen, steht auf dem Brett, fällt hin und hieft sich immer wieder hoch aufs Board. Erst dann wird uns klar, wie RIESIG die Wellen eigentlich sind! Von hier oben beobachten wir den Surfer noch eine Weile. Dann geht es wieder zurück ins Auto und weiter auf der Great Ocean Road. 

 

Oskar und ich sind zum jetzigen Zeitpunkt schon knapp 3 Wochen unterwegs und haben schon so einiges zusammen erlebt! Ich hätte nie gedacht, dass man in so kurzer Zeit so vieles von diesem Land sehen könnte - doch man kann! Gestartet haben wir in Melbourne - wo wir bei Oskars Kollegen Callum wohnen durften. Tagsüber sind wir in die Stadt oder am Strand entlang gelaufen, haben die Sonne auf uns scheinen lassen oder sind auf die Suche nach wilden Pinguinen gegangen - wobei wir fast weggeweht worden wären, so windig war es! Abends saßen wir dann mit einem schönen Rotwein zusammen (ja ich faste immer noch und nein ich habe demnach keinen Alkohol getrunken :D ) und haben mit Callums Mom eine ihrer Lieblings-Schnulzen Serien geschaut und wild diskutiert, wer wohl als nächstes rausfliegt und was sie in der Regie schon wieder als nächste Challenge ausgeheckt haben, der Fantasie wurde da keine Grenzen gesetzt! ... Oder wir sind in die Stadt gefahren und haben uns auf die Suche nach einer passenden Bar gemacht, von denen es in Melbourne nur so wimmelt. Sogar ein "Hop-House" alias Hopfen-Haus haben wir entdeckt, mit allen deutschen Spezialitäten, die sich der Biertinker nur so erträumen konnte.  

 
 


Nach ein paar sehr schönen Tagen in der lebenswertesten Stadt der Welt verabschiedeten Oskar und ich uns und machten uns auf den Weg in Richtung Adelaide - entlang der gewunden Meerespassage.
Unser erster Stopp war ein kleiner Ort namens Geelong, an dem wir natürlich erst mal den Strand genauer inspiziert haben. Nach der Großstadt war es wirklich unglaublich schön, mal wieder die Meeresbriese zu spüren und sich einfach mit Blick auf den Strand auf eine Bank zu setzen und zu genießen. Da die Stadt ein kleines Museum den Menschen zur freien Verfügung stellte, gingen wir dort hin und sahen uns die Austellung an. 

 
 


Nach einer Nacht Campen direkt an einem kleinen See fuhren wir weiter - mit Kurs auf die zwölf Apostel. Der Ausblick, mit dem wir belohnt wurden, war gigantisch:

 

 
 
Nach einem kleinen Naturkunde Ausflug liefen wir hinunter zum Meer. Über eingemeißelte Treppen kamen wir teils rutschend und schlitternd unten an - das Meer direkt vor uns und die Wände der Klippe direkt hinter uns aufragend. Das Gefühl, so klein zu sein wie eine Ameise, kam einem in diesem Moment greifbar nahe vor.

Der nächste Stopp war ein spontaner Linksabbieger mitten auf dem Weg. Hier auf der Great Ocean Road sind überall kleine Abzweigungen die unscheinbar erscheinen, aber die überraschendsten Ausblicke bieten:




  
 

Über Nacht blieben wir in einem wunderbaren, freien Campingplatz direkt beim Grampians Nationalpark. Mit uns auf dem Platz waren allerlei änder nette Camper, mit denen wir dann am Abend noch gemütlich vorm Feuer saßen und unsere Geschichten austauschten - und unsere Didgeridoo-Fähigkeiten erprobten! 
Eins kann ich sagen: es ist schwerer einen geraden Ton herauszubekommen als es aussieht!  

Den nächsten Morgen begannen wir mit einer kleiner Erkundigung der Wasserfälle und Berge in der Nähe, wobei wir auf der Spitze des Berges komplett allein waren und meilenweit in die Landschaft blocken könnten, bis ganz an den Rand der Zivilisation und dem Beginn der Wüste.  

 

Wie als wären wir in eine andere Welt eingetaucht, begann es gegen Abend um uns nebelig zu werden. Ein paar wenige, helle Sonnenstrahlen kämpften sich durch die Nebelwand, links neben uns das Meer und vor uns nur Straße. Als die Sonne anfängt die Welt um uns schon in ein rötliches Licht zu tauchen, finden wir unseren kleine, aber feinen Campingplatz. Dieser Campingplatz war der schönste, den wir je hätten finden können. 
Direkt an einer Klippe mit einem kleinen Steg in Richtung Meer, hinter uns das Festland mit einem süßen Leuchtturm, vor uns nur das Meer mit der untergehenden Sonne. Bilder können zwar nie wirklich Momente wie diese einfangen, trotzdem versuche ich's:


 

 
 

Jetzt waren wir schon fast am Ziel angekommen. Nur noch ein kleines Stück und wir erreichten Adelaide, das uns auch gleich mit einem wunderbaren Empfang begrüßte: dem "Festival of  unearthly delights". Ein Freund von Oskar führte uns auf dem an einen Zirkusschauplatz erinnernden Festival herum - überall gab es Stände mit Vorführungen, allerlei Delikatessen aus den verschiedensten Ländern und verrückt gekleidete Menschen, von Männern im Tutu bis zu wild aussehenden Feuerschluckerinnen war alles dabei - kurz, es war toll! Wir holten uns alle etwas von den verschiedenen Ständen, setzten uns zusammen und genossen die angenehm warme Nacht mit quatschen und Leute beobachten. Was für ein perfekter Abschluss vor unserem großen Trip durch die Wüste. 

 

💕🌴 Jil 
 

P.S.: Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich es diesen Sonntag nicht hinbekommen, einen Post für euch zu verfassen. Die Zeit ist so schnell verbeigegangen, fast wie im Flug! Ich hoffe, ihr verzeiht mir wenn ich mich auf einen Post die Woche beschränke, dass ist ein Ziel, welches zu schaffen ist und das ich auch (einigermaßen) fristgerecht einhalten kann. Also bleibt es jetzt bei Mittwoch( vielleicht ab und zu mal auch Donnerstag)als Post-Tag. Hoffe das passt :) Liebste Grüße und noch eine schöne Restwoche 🌸🌙

Mittwoch, 15. März 2017

Meet the wildlife

Guten Abend (oder für euch guten Mittag) aus Queensland! 
Das Internet ist relativ miserabel hier in der Wüste, deshalb gab es länger nichts zu hören. 
Habe eine kleine Neuigkeit für euch. Um meinen Blog etwas Übersichtlicher zu gestalten und um es euch einfacher zu machen, auf dem Laufenden zu bleiben, habe ich mich für Folgendes entschieden:
Mittwochs gibt es für euch ein Update zum anschauen - mit vielen Bildern (die sich bei mir auf dem Handy regelrecht anstauen und nur darauf warten, auf euch losgelassen zu werden ;) )...
...Und Sonntags habt ihr etwas mehr Lesestoff zur Verfügung. Das heißt, ich schreibe mehr über die Reise oder über Themen, die euch interessieren. 
Ich habe jetzt schon ein paar Anregungen für neue Blogposts bekommen, darüber bin ich sehr dankbar und lege auch gleich los.
 Wenn ihr noch etwas bestimmtes über meine Reisen und die Länder in denen ich bin oder Ähnliches wissen wollt - schießt los! Freue mich sehr über Input, ganz egal ob es da um die Kaffee-Gewohnheiten von Vietnamesen oder um "warum gibt es eigentlich dicke Buddha Statuen und dünne Buddha Statuen?" geht! 
Also dann, hier kommt eine kleine bildlich untermalte Reise in das "Wildlife" Australiens und durch den Glas-, Palmen- und Stahljungel Perth's.

 Das richtig "wilde" Leben von Australiens "wildesten" Tieren ;)
 
 Am Sonntag morgen gab es für mich dann erst mal einen Run! Diese Laufstrecke direkt am Meer entlang vermisse ich schon etwas... Auf jeden Fall habe ich doch tatsächlich meinen ersten Streak gelandet! Wer ist auch motivierter Läufer und startet mit mir in eine Chllenge?! Zum Laufen benutze ich am liebsten die NikeRunningClub App, Benutzername: jilruns4it - wer läuft den nächsten Sonntag mit? 🙋🏼
Und nach dem Lauf erst mal einen Avocado Toast mit Kaffee (ja, das war noch vor der Fastenzeit..) Nach den Obligatorischen EAA's versteht sich, damit eine kleine Proteinquelle vorhanden ist und die Muskeln sich nicht verdünnisieren (zumindest nicht alle..) 
  
Links auf dem Bild seht ihr ein wunderbares indisches Gericht, aus der Mitte von Perth! Die Betreiberinnen sind super freundlich und man trifft allerlei interessante Menschen im Lokal! 
Es befindet sich ganz in der Nähe der Bibliothek und der fantastischen Art Gallery Perth's - die übrigens umsonst für alle zugänglich ist! 
 
 
  Das war der fantastische Blick hoch oben von dem Belltower über den noch nicht ganz fertig gebauten Hafen Perth's. Der sich durch Perth windende Fluss heißt Swanriver und bietet eine endlos erscheinende Fahrrad und Laufstrecke bis hin zum Kingspark - ein Park in,Titeln der Stadt, welcher größer sein soll als der berühmte Central Park in New York! Wunderschön ist er allemal. 
 
Das wars dann auch mit dem kleinen Einblick, ich hoffe, ihr könntet die Bilder ein bisschen genießen und habt eine kleine Brise Australiens aufgeschnappt. Bis dann, liebste Grüße Jil ❤️🌴