Donnerstag, 23. März 2017

Roadtrips alongside the Ocean

Das Fenster runter, den Kopf in den Wind gestreckt und die Briese im Haar... Den Blick auf das weite Meer gerichtet und die Musik im Hintergrund voll aufgedreht. Ein Gefühl von Freiheit überschwappt mich, als wir das erste Mal die unendlichen Weiten des Meeres vor uns haben, dunkelblau und ungezähmt. Von dem Aussichtspunkt hoch oben wirkt es, als wären die Wellen zum Greifen nahe, nur ein kleines bisschen den Hang runter und wir könnten in den schaumgekrönten Wogen schwimmen. Doch als wir genauer hinsehen, entdecken wir einen kleinen, sich durch das Wellengetümmel kämpfenden Punkt. Ein Surfer, inmitten der Wellen, steht auf dem Brett, fällt hin und hieft sich immer wieder hoch aufs Board. Erst dann wird uns klar, wie RIESIG die Wellen eigentlich sind! Von hier oben beobachten wir den Surfer noch eine Weile. Dann geht es wieder zurück ins Auto und weiter auf der Great Ocean Road. 

 

Oskar und ich sind zum jetzigen Zeitpunkt schon knapp 3 Wochen unterwegs und haben schon so einiges zusammen erlebt! Ich hätte nie gedacht, dass man in so kurzer Zeit so vieles von diesem Land sehen könnte - doch man kann! Gestartet haben wir in Melbourne - wo wir bei Oskars Kollegen Callum wohnen durften. Tagsüber sind wir in die Stadt oder am Strand entlang gelaufen, haben die Sonne auf uns scheinen lassen oder sind auf die Suche nach wilden Pinguinen gegangen - wobei wir fast weggeweht worden wären, so windig war es! Abends saßen wir dann mit einem schönen Rotwein zusammen (ja ich faste immer noch und nein ich habe demnach keinen Alkohol getrunken :D ) und haben mit Callums Mom eine ihrer Lieblings-Schnulzen Serien geschaut und wild diskutiert, wer wohl als nächstes rausfliegt und was sie in der Regie schon wieder als nächste Challenge ausgeheckt haben, der Fantasie wurde da keine Grenzen gesetzt! ... Oder wir sind in die Stadt gefahren und haben uns auf die Suche nach einer passenden Bar gemacht, von denen es in Melbourne nur so wimmelt. Sogar ein "Hop-House" alias Hopfen-Haus haben wir entdeckt, mit allen deutschen Spezialitäten, die sich der Biertinker nur so erträumen konnte.  

 
 


Nach ein paar sehr schönen Tagen in der lebenswertesten Stadt der Welt verabschiedeten Oskar und ich uns und machten uns auf den Weg in Richtung Adelaide - entlang der gewunden Meerespassage.
Unser erster Stopp war ein kleiner Ort namens Geelong, an dem wir natürlich erst mal den Strand genauer inspiziert haben. Nach der Großstadt war es wirklich unglaublich schön, mal wieder die Meeresbriese zu spüren und sich einfach mit Blick auf den Strand auf eine Bank zu setzen und zu genießen. Da die Stadt ein kleines Museum den Menschen zur freien Verfügung stellte, gingen wir dort hin und sahen uns die Austellung an. 

 
 


Nach einer Nacht Campen direkt an einem kleinen See fuhren wir weiter - mit Kurs auf die zwölf Apostel. Der Ausblick, mit dem wir belohnt wurden, war gigantisch:

 

 
 
Nach einem kleinen Naturkunde Ausflug liefen wir hinunter zum Meer. Über eingemeißelte Treppen kamen wir teils rutschend und schlitternd unten an - das Meer direkt vor uns und die Wände der Klippe direkt hinter uns aufragend. Das Gefühl, so klein zu sein wie eine Ameise, kam einem in diesem Moment greifbar nahe vor.

Der nächste Stopp war ein spontaner Linksabbieger mitten auf dem Weg. Hier auf der Great Ocean Road sind überall kleine Abzweigungen die unscheinbar erscheinen, aber die überraschendsten Ausblicke bieten:




  
 

Über Nacht blieben wir in einem wunderbaren, freien Campingplatz direkt beim Grampians Nationalpark. Mit uns auf dem Platz waren allerlei änder nette Camper, mit denen wir dann am Abend noch gemütlich vorm Feuer saßen und unsere Geschichten austauschten - und unsere Didgeridoo-Fähigkeiten erprobten! 
Eins kann ich sagen: es ist schwerer einen geraden Ton herauszubekommen als es aussieht!  

Den nächsten Morgen begannen wir mit einer kleiner Erkundigung der Wasserfälle und Berge in der Nähe, wobei wir auf der Spitze des Berges komplett allein waren und meilenweit in die Landschaft blocken könnten, bis ganz an den Rand der Zivilisation und dem Beginn der Wüste.  

 

Wie als wären wir in eine andere Welt eingetaucht, begann es gegen Abend um uns nebelig zu werden. Ein paar wenige, helle Sonnenstrahlen kämpften sich durch die Nebelwand, links neben uns das Meer und vor uns nur Straße. Als die Sonne anfängt die Welt um uns schon in ein rötliches Licht zu tauchen, finden wir unseren kleine, aber feinen Campingplatz. Dieser Campingplatz war der schönste, den wir je hätten finden können. 
Direkt an einer Klippe mit einem kleinen Steg in Richtung Meer, hinter uns das Festland mit einem süßen Leuchtturm, vor uns nur das Meer mit der untergehenden Sonne. Bilder können zwar nie wirklich Momente wie diese einfangen, trotzdem versuche ich's:


 

 
 

Jetzt waren wir schon fast am Ziel angekommen. Nur noch ein kleines Stück und wir erreichten Adelaide, das uns auch gleich mit einem wunderbaren Empfang begrüßte: dem "Festival of  unearthly delights". Ein Freund von Oskar führte uns auf dem an einen Zirkusschauplatz erinnernden Festival herum - überall gab es Stände mit Vorführungen, allerlei Delikatessen aus den verschiedensten Ländern und verrückt gekleidete Menschen, von Männern im Tutu bis zu wild aussehenden Feuerschluckerinnen war alles dabei - kurz, es war toll! Wir holten uns alle etwas von den verschiedenen Ständen, setzten uns zusammen und genossen die angenehm warme Nacht mit quatschen und Leute beobachten. Was für ein perfekter Abschluss vor unserem großen Trip durch die Wüste. 

 

💕🌴 Jil 
 

P.S.: Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich es diesen Sonntag nicht hinbekommen, einen Post für euch zu verfassen. Die Zeit ist so schnell verbeigegangen, fast wie im Flug! Ich hoffe, ihr verzeiht mir wenn ich mich auf einen Post die Woche beschränke, dass ist ein Ziel, welches zu schaffen ist und das ich auch (einigermaßen) fristgerecht einhalten kann. Also bleibt es jetzt bei Mittwoch( vielleicht ab und zu mal auch Donnerstag)als Post-Tag. Hoffe das passt :) Liebste Grüße und noch eine schöne Restwoche 🌸🌙

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